Dienstag, 22. März 2011

The Sound of Music

So gut wie jeder kennt Salzburg aus dem berühmten Film "The Sound of Music". Nur bei uns zuhause ist der ziehmlich unbekannt - was die Leute hier fast nicht glauben können. Als Abschiedsgeschenk bekahmen wir von Jo eine DVD (danke dafür nochmal). Wir sind also seid gestern bestens darüber informiert dass "Fräulein Maria" gerne "Schnitzel with Noodels" isst, und dass gleich hinter dem Untersberg die Schweiz liegt.
Aber eine schöne Heimat haben wir!

Vielleicht besuchen uns Jo und ihre Tochter Stella eines Tages um die Sound of Music Tour in Salzburg zu machen!


...heute regnet es zum ersten mal seid längerem nicht. D.h. arbeiten in der prallen Sonne bei 35° und sehr hoher Luftfeuchtigkeit. Das gute: man bekommt keine Schweisflecken unter den Achseln, sondern es wird einfach das ganze T-Shirt nass. (im Schatten beim nichts tun)
Aber über Mittag pausieren wir eh länger, dann gehts weiter mit Rasenmähen.

Montag, 21. März 2011

Rückflug gebucht

Ok, jetzt ist es fix: wir kommen zurück nach Österreich.
Wenn alles klappt am 3. Mai.

Schon etwas früher als ursprünglich geplant, weil Monika mit der DA noch einiges machen muss :(

Wir freun uns schon auf Zuhause!

Donnerstag, 17. März 2011

Sunshine Coast

Letzte Woche waren wir an der Sunshine Coast - in Ilkley, was nähe Mooloolaba liegt. (Probier mal das auszusprechen!)
Wir waren hier zum ersten mal auf keiner echten Farm, sondern eher bei einem Privat-Haushalt mit sehr großem Garten.
Es waren 3 Ziegen, 3 Enten und ca 15 Hühner zu versorgen. Ansonsten konnten wir im Garten arbeiten, mähen und andere kleine Jobs erledigen.

Die drei Ziegen. Manchen bedeutend weniger Mist als 300. 

Monika beim Unkraut jäten

 Auch auf der Baustelle wurden wir eingespannt.

Es blieb jedenfalls genug Freizeit, und der Strand ist nur 15 min entfernt. Der Strand mit den höchsten Wellen die ich jemals sah - echt brutal. Darauf kann man ohne irgendwas - nur mit dem Bauch - reiten. Nur aufpassen dass sie dich nicht ins seichte Wasser schmeissen oder du von der starken Strömung rausgezogen wirst. Damit ist nicht zu spaßen - am Sonntag waren auf dem 40m breitem bewachten Strandabschnitt 12 Lifeguards im Einsatz.

Wir besuchten auch die UnderWater World, eine Art Meereszoo, wo es einen beeindruckenden Hai-Tunnel zu sehen gibt.
Im Hai Tunnel

 Riesiger gefrohrener Hammerhai.

Das schönste Wetter hatten wir leider nicht, es war praktisch immer bewölkt und regnete teilweise stark. Uns hat das aber nichts gemacht, und wir genossen die Zeit an der Sunshine Coast!

Freitag, 11. März 2011

Die toastfreie Woche

So nach längerer Zeit wieder mal ein Blogeintrag- und dieses Mal zum ersten Mal von mir (Monika).
Der kommende Blogeintrag behandelt die so called „ toastfreie Woche“ vom 1. bis 6. März

Nach 1 Woche Ziegenfarm, d.h. 6 Tage die Woche um 5:15 Tagwache, 12x 240 Ziegen melken, 7 Stunden zusammenkehren und gefühlten 3 kg gegessenen Toastbrot, war es Zeit für uns aufzubrechen und Australien weiter zu erkunden.

Nachdem uns der nächste Host erst eine Woche später aufnehmen konnte und wir Brisbane und Umgebung sowieso etwas genauer unter die Lupe nehmen wollten, hatten wir sozusagen eine Woche frei, in der wir unseren abgestumpften Geruchssinn wieder etwas sensibilisieren konnten.
Wir nannten diese 6 Tage „die toastfreie Woche“

Von Gatton aus gings erstmal Richtung Toowoomba- der 2. größten nicht an der Küste liegenden Stadt Australiens und anschließend weiter nach Jondaryan zum Jondaryan Woolshed. Dieser Woolshed ist eine Art Freilichtmuseum mit Campingplatz- auf dem wir unser Zelt ähh Swag aufstellten.


Niko grillt in der großen Küche, in der früher die Schafscherer ihren wohlverdienten Feierabend verbrachten

Nachdem wir nächsten Tag das Outdoor- Schafschermuseum ohne Eintritt zu bezahlen besucht hatten, gings weiter in den Bunya Mountains Nationalpark.

Weit und breit niemand zu sehen; Jetzt wird erstmal gejausnet....


...und natürlich auch gegrillt.

Die Dusche am Campingplatzt musste man sich selber befüllen,...

und wenn man warmes Wasser dafür wollte, musste man vorher den holzbefeuerten Boiler anwerfen.


Ein eher rustikaler aber wunderschöner Ort um zu campen, und wir waren wiedermal die einzigen die dieses Angebot nutzen. Ca. 3 Std. später wussten wir auch warum kein anderer da war. Es regnete nämlich in den kommenden 2 Nächten durch. In der ersten Nacht waren wir darauf noch nicht wirklich vorbereitet und da wir den Swag erst in letzter Sekunde, d.h. in Finsternis und bei Regen aufstellten, stand er gelinde gesagt nicht optimal. Nach ca. 3 Std. regnete es hinein und ich flüchtete in das trockene Auto, in dem ich die restliche Nacht im Sitzen schlief. Niko harrte aus und hatte nächsten Tag nasse, allerdings sehr saubere Füße.


Niko putzmunter nach einer scheinbar sehr erholsamen Nacht.

Wer hätte das gedacht, dass wir unsere Regenjacken doch noch mal brauchen würden.

Zum Glück klarte es nächsten Tag über auf und wir konnten alles trocknen und zudem eine 5-stündige Wanderung durch den Nationalpark machen.





Die nächste Nacht schüttete es aus vollen Kübeln, allerdings hielt der Swag durch und wir konnten bis in den Morgen auf trockener Matte schlafen.Außerhalb unseres Shelters war aber alles nass, nass und nochmals nass. Ich war echt schon grantig und so packten wir alles schnell zusammen und fuhren nach Brisie. Auf dem Weg dorthin mussten wir noch einige Mutproben, zb. „wie weit kommt man mit dem Auto noch, wenn das rote Licht bei der Tankanzeige leuchtet und die nächste Tanke lt. Karte 60km entfernt ist?“ bzw. „schaffen wir es auf die andere Seite des 'Flusses'“ überwinden.

Die Wasseranzeige- das weiße Teil links neben dem Baum- zeigte uns 20cm tiefes Wasser an.

Nach einer 6 stündigen Autofahrt in der wir 3 Pausen machten erreichten wir Brisbane. Die 1. Pause machten wir in Toowoomba. Wir kauften uns ein billiges, echtes Zelt und Alkohol um unsere Nerven zu beruhigen und um die nächsten 3 Tage am Campingplatz in Brisbane eine trockene Unterkunft zu haben. (Lt. Wettervorhersage würde es noch mind. 2 Tage regnen) Die nächste Pause legten wir auf einer überschwemmten Raststätte ein und die letzte Pause wurde uns dank des Freitag-Abend-Staus vor Brisbane geschenkt.

Endlich endlich erreichten wir dann den Newmarket (sic!!) Campingplatz im Herzen von Brisbane und wir konnten es uns im wahnsinnig geräumigen Zelt gemütlich machen.


Am darauf folgenden Tag machten wir einen Stadtspaziergang in Brisbane. Unvorstellbar das diese Stadt bis vor ca. 1 Monat noch überschwemmt war, denn wenn man es nicht gewusst hätte, hätte man nichts gemerkt. (Fast) alles (im Blickfeld von Touristen) ist schon wiederhergestellt, und sieht gut aus. Eine echt reife Leistung!!


der Brisbane River- immer noch sehr hoch

eine eigentlich ziemlich große Kirche in der Innenstadt von Brisbane, wirkt wie eine Spielzeugfigur

Der nächste Tag war Sonntag und somit leider auch unser letzter freier Tag, denn es ging weiter nach Norden zur Sunshine Coast und unserer nächsten WWOOF Familie.
Sunshine Coast- wie sich das schon anhört und welche Assoziationen man damit verbindet, allerdings war der Name hier leider nicht Programm.

kurz vor der Sunshine Coast ... und wir warteten immer noch auf schöneres Wetter

Last but not least wäre noch zu sagen “I didn't have time to write a short letter, so I wrote a long one instead.” Danke Herr Blaise Pascal

Donnerstag, 24. Februar 2011

Ziegen in Gatton

Nachdem wir nach 2 Wochen genug von Bananen hatten, reisten wir weiter Richtung Norden. Wir sind jetzt in der Nähe von Brisbane in Queensland. Das erste was hier anders ist: die haben eine eigene Zeitzone! Naja, nicht ganz - sie haben keine Sommerzeit (NSW schon). Aber trotzdem mussten wir die Uhr um eine Stunde zurückstellen (das ist so als wie wenn man von Salzburg nach Oberösterreich fährt und dabei die Uhr umstellen muss).
Nach einer Nacht auf einem Campingplatz (am Lake Wivenhoe, einem Damm) ging es weiter nach Gatton im Lockyer Valley. Am Weg dorthin konnten wir die Auswirkungen der Flut anfang des Jahres sehen. Teilweise beschädigte Straßen, Bäume und Zäune in denen angeschwemmtes Zeug hing usw. Felder waren fast alle schön grün als ob nichts passiert wäre.
In Gatton angekommen wurden wir abgeholt da man zur Farm nur über Umwege kommt - der normale Weg wurde von der Flut stark beschädigt. Also gings über Berge und einigen Dirt Roads zur Farm, wo wir mit unserem Mini-Auto einen Fluss durchqueren mussten (Wasser war aber eh nur 20cm hoch).

Es handelt sich um eine Goat Dairy mit 300 Ziegen.



Unsere Haupt-Aufgabe ist das Melken in der früh um halb 6 und am Nachmittag um 3. Wir kommen damit auf mehr als 6 Arbeitsstunden (beim Wwoofen sind eigentlich nur 4 vorgesehen), aber was solls.
Gemolken wir in einem 2x30 Swingover Melkstand, im Moment ca. 240 Ziegen. Das dauert so ca. 2h, dann noch ca. 1h "ausmisten" (mit einem Besen(!) zusammenkehren).

Monika beim melken:

Der Melkstand:


Die Farm wurde beim Hochwasser komplett überflutet, die Häuser blieben aber verschont. Zerstört wurden jedoch ca 4km Zaun (Aufwändiger Stacheldrahtzaun der normalerweise ewig hält) und alle Schotterstraßen/plätze auf der Farm - das ist jetzt alles Gatsch (wars vorher vielleicht eh auch).

Erwischt hats auch 200m Straße zwischen Farm und Wohnhaus (sind ca 500m voneinander entfernt), der Flussübergang (waren Rohre unter der Straße) ist komplett weg. Da ist jetzt eine große Baustelle. Jedesmal wenn jmd zur Farm muss, gehts mit dem Auto durchs Wasser.
 (ja, am Foto ist unser Auto im Wasser - unglaublich :D)

Alles in allem ist das hier nicht so aufregend, melken können wir zuhause auch. Wir suchen also schon die nächste Farm und werden hier möglicherweise nächsten Montag abreisen.

PS: Kommentare unten schreiben...

Mittwoch, 9. Februar 2011

Banana farm

Wie bereits geschrieben sind wir jetzt auf einer Bananen-Farm in Mulumbimby. Zuerst zur Unterkunft, die ist außergewöhnlich. Es handelt sich um einen umfunktionierten shed worin früher Bananen verpackt wurden. Er wurde erst vor kurzem fertiggestellt - naja, genaugenommen wurde, da es zu teuer wurde mit der Bauarbeit einfach gestoppt - somit sind einige Feinheiten halt noch ein bisschen unfertig - aber das macht nix. So schauts von außen aus:

Und das ist die Aussicht - echt cool!
 Wir hatten "Probleme" mit dem Bett. Da sie das vermutlich billigste Bett welches sie bekommen konnten nahmen, rutschten die "Latten" immer raus. Ein paar Meter Spagat später war das behoben. Bis jetzt zumindest :D

Ja, und speziellste ist das "Bad". Eine Freiluft-Dusche:
Sowie eine Kompost Toilette. Das ist im Prinzip ein Hightech Plumsklo. Echt witzig. (Naja, Monika findet es nicht soo witzig...)

Ok, nun zu unserer Arbeit. Wir arbeiten im Bananenwald, einer 5ha großen Bananenplantage. Es sieht da in etwa so aus - an vielen anderen Stellen aber viel ungepflegter und hohes Unkraut.
Unsere Aufgabe besteht darin von den Bäumen welke Blätter abzuschneiden, da darauf sonst Pilze wachsen die auf die Frucht übergreifen und die dadurch braun wird. Bei nicht-bio wird da mit Fungiziden gearbeitet und die ganze Pflanze eingesprüht.
Die zweite (schwierigere) Aufgabe ist es, sogenannte Sucker Pflanzen umzuschneiden. Bei Bananenbäumen ist es so, dass ein Baum nur einmal blüht, Frucht hat und dann stirbt. Aus dem Wurzelballen kommen währendessen ständig neue Pflanzen hervor (sg. Kinder). Das Problem ist jetzt wenn mehrere Kinder groß werden, bekommen die nicht genug Nährstoffe vom Wurzelballen - daher sollte immer nur ein Kind nachkommen. Wir hacken im Optimalfall also alle bis auf eins um.
Das ist aber noch nicht alles, an genau dieser Stelle würde ein weiteres Kind nachwachsen. Es muss also komplett umgebracht werden, der Kern muss rausgebohrt werden.
Wenn man das nicht gscheit macht, war alles umsonst. Es ist ziehmlich schwer die umzubringen...
In nicht-Bio wird den Kindern übrigens Gift gespritzt. zB Roundup oder auch Diesel.

Hier noch ein Bild von einer Blüte:

Die Früchte werden dann eingepackt, um sie vor Vögeln zu schützen.
Morgen werden wir ein paar Kisten verpacken, wird sicher auch interessant.

Übrigens ist die Situation jetzt so dass damit zu rechnen ist dass die Preise in 1-2 Monaten auf das 3 fache oder mehr ansteigen, da durch den Cyclon in Queensland viele Bananenfelder zerstört wurden. Und Australien erlaubt keine Importe, die sind da ganz streng.

Danke an die fleißigen Kommentar-Schreiber, wir freuen uns jeden Morgen darüber sehr.

Montag, 7. Februar 2011

Am Weg nach Norden, Camping

Wie so ziehmlich jeder andere Backpacker fahren auch wir die Ostküste entlang; Richtung Norden. Das nächste Ziel ist eine Bananen-Farm in der Nähe von dem berühmten Touristen Ort Byron Bay. Die Entfernungen sind ja hier etwas weiter, die 600km haben wir auf zwei Tage aufgeteilt - wir sind ja schließlich auf Urlaub :D

Wir Campten also zwei Nächte in unserem Swag. Die erste Nacht in South West Rocks, und die zweite in Woolgoolga. Der ersten Campingplatz war in einem Nationalpark, die Kängurus sind offensichtlich Menschen schon gewohnt:
Zum Glück müssen wir heute nicht mehr campen, da es regnet.

Wir sind also jetzt in der Nähe von Byron Bay, in Mullumbimby. (Diese Namen sind echt schwer zu merken...) Hier haben wir unsere Hütte bezogen (alleinstehend) uns haben Essen für die ganze nächste Woche bekommen. Was wir daraus machen ist unsere Sache. Mal sehen wie das so wird.... (Erstes Problem: kein Salz)

PS: Kommentare sind erwünscht!